User Story Mapping

Nein, User Stories sind keine Geschichten oder Märchen über Benutzer. User Stories sind eine  nutzerzentrierte Projektmanagement Methode die ihren Ursprung im Extreme Programming hat und viel Anwendung in agilen Entwicklung- und Designumgebungen findet. Eine User Story Map ist im Prinzip ein zwei-dimensionaler Produkt-Backlog, also eine Sammlung offener Projekt-Tasks. Sie dient dazu grosse Projekte in übersichtliche, priorisierte Teilaufgaben zu unterteilen. Eine User Story Map hilft zu sehen wo man mit der Arbeit beginnt und wohin sie führt. Eingesetzt werden User Stories, nicht nur aber doch häufig, von Requirement Engineers, Business Analysten oder Product Ownern.

Story Cards

Wie bei User Journeys, wird gerne mit PostIt oder Karten (Story Cards) gearbeitet. Es gibt aber auch entsprechende Software. Die Kernidee dahinter ist super simpel, nämlich „Simplizität“.

Rally Print Story Cards - githubBild: Rally Print Story Cards (github)

Story Cards dienen dazu Anforderungen der User aufzunehmen. Beispielsweise Spezifikationen dazu, was eine Software tun soll. Auf Karten wird in einem Satz notiert, was jemand gerne „haben“ möchte. Eine Anforderung pro Karte. Die User Cards werden häufig vom Benutzer selbst erstellt, mit Unterstützung eines Designers oder Entwicklers. Für die Formulierung des Satzes gibt es eine Syntax. Die ausführliche Lehrbuch Variante heisst:
„Als <<Rolle>>
möchte ich <<Ziel/Wunsch>>,
um <<Nutzen>>.

Kurz: man gefragt „Wer Was Warum?“.

Als <<Blogger>>
möchte ich <<mich mit meinem Passwort einloggen können>>
um <<Artikel zu schreiben>>

Als <<Autoverkäufer>>
möchte ich <<alle meine Gebrauchtwagen auflisten können>>
um <<sie meinen Kunden anzubieten>>

Häufig wird diese Syntax jedoch als Anhaltspunkt verstanden und nicht für jede Karte genau so formuliert. Ich habe viele Formulierungen nur mit dem „möchte ich-Teil“ in Verb-Form gesehen. „Email öffnen“ oder „Email löschen“ zum Beispiel.

Es wird bewusst auf eine technische Formulierung verzichtet. Jeder, auch Menschen ohne technischen Hintergrund, sollte die User Stories verstehen können. User Story Cards zeigen immer die Benutzer-Perspektive.

User Stories sind kurz und vage gehalten. Das macht sie übersichtlich, bedingt aber, dass man Backgroundinformationen zu den Karten kennt. Um sicher zu gehen, dass in der Gruppe jeder die Karten versteht du vom selben spricht, empfiehlt Jeff Patton die User Stories gemeinsam im 3er- bis 5er-Team zu erarbeiten.

Story Map

Hat man die Anforderungen aufgenommen geht es darum diese in eine zeitliche Reihenfolge zu ordnen und zu priorisieren. Das geschieht in der Story Map.

SteveRogalsky - user-story-mapping ISteveRogalsky Protegra - user-story-mapping II

Bilder: 

 

backbone_and_skeleton - pattonassociates.com
Bild: pattonassociates.com

Die User Story Map ist eine zweidimensionale Matrix mit der Zeitachse in der Horizontalen und Aufgaben (Story Cards) in der Vertikalen. Aktivitäten oder Tätigkeiten des Users werden auf neue, andersfarbige Kärtchen geschrieben und gruppiert. Diese verteilt man in der sogenannten „Skeleton-Zeile“ über die Zeitachse. Die Gruppierungen werden benannt und die Karten in die Backbone-Zeile gelegt.  Erst nachdem dieses Grundgerüst (Skelett und Wirbelsäule) steht, werden die Story-Cards in der Map verteilt und nach Priorität geordnet.

Eine solche Map unterteilt ein grosses Projekt in kleine Teilschritte, erhöht dadurch das Verständnis und gibt dem Projekt einen Rahmen.


Quellen und weiterführende Links:
https://de.slideshare.net/SteveRogalsky/user-story-mapping-12014648
http://jpattonassociates.com/the-new-backlog/
https://de.wikipedia.org/wiki/User-Story
https://de.slideshare.net/SteveRogalsky/user-story-mapping-12014648
https://de.slideshare.net/SteveRogalsky/user-story-mapping-in-practice
http://winnipegagilist.blogspot.ch/2012/03/how-to-create-user-story-map.html
https://de.slideshare.net/nashjain/user-story-mapping
https://www.interaction-design.org/literature/topics/user-stories?r=paul-1
http://www.romanpichler.com/blog/10-tips-writing-good-user-stories/
https://www.mountaingoatsoftware.com/agile/user-stories
http://www.ksimons.de/2015/03/user-stories-verstaendlich-erklaert/

Links zu Videos:
https://www.youtube.com/watch?v=AorAgSrHjKM
https://www.youtube.com/watch?v=7NQ6dI69eAg
https://www.youtube.com/watch?v=LGeDZmrWwsw
https://www.youtube.com/watch?v=SalbNtEbRrk
https://www.youtube.com/watch?v=k_4SchJgAI4

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