6 processes of sense-making – Experience interpretiert – 3 Beispiele

Die qualitativen Einschätzungen zu den 6 processes of sense-making in Diagramme zu übertagen ist nützlich, um Zusammenhänge und Unterscheidungen zu erkennen.

Interpretation der „6 processes of sense-making“ (anticipating, connecting, interpreting, reflecting, appropriating, recounting) von 3 Test-Objekten: „Nüsse“, YouTube“, „Kleiderladen“

Die Vorfreude ist besonders beim Kleiderladen gering, da Einkaufen für mich im Vergleich zu Essen und Medienkonsum ein Müssen statt ein Geniessen ist. Dafür ist die Verbindung zum Geschehen im Moment des Einkaufs relativ hoch. Ich suche ja nach einem passenden Kleidungsstück und dafür fasse ich viele Kleidungsstücke an, schaue sie an und probiere aus. Ich interpretiere dabei, das heisst überlege mir was mir passt und was nicht. Der Akt des Einkaufens ist ein starkes Erlebnis. Ähnlich verhält es sich mit YouTube.

Nach den tatsächlichen Momenten der Benützung, bricht die Experience wie zu erwarten etwas zusammen. Ich reflektiere wenig über das Erlebte.

Die Verknüpfungen die ich nach dem Konsum der Nüsse, YT und dem Einkauf im Kleiderladen herstelle, sind bei YouTube am stärksten ausgeprägt. Jemandem von diesen Erlebnissen erzählen werde ich kaum. Jedoch ist das nicht ausgeschlossen. Somit gibt es in der Kategorie „recounting“ wenig Punkte für alle Testobjekte.

 

Messe ich die Experience anhand meiner Punkteskala der 6 Prozesse, sieht bei mir das Siegertreppchen so aus:

  • Bronze mit 12 Prozess-Punkten geht an: Nüsse
  • Silber mit 15 Prozess-Punkten geht an: Kleiderladen
  • Gold mit 18 Prozess-Punkten geht an: YouTube

Das Ergebnis fällt anders aus als bei den 4 Threads of Experience. Besonders die Nüsse die anhand der anderen Argumente eine Goldmedaille eingeheimst haben, fallen bei dieser Analyse der 6 Prozesse weit ab.


Je nach angewandter Methodik, sieht das Experience-Ranking anders aus. YouTube gewinnt in beiden Fällen die Goldmedaille.

Verbinde ich beide Analysen und summiere die Ergebnisse, ergibt sich folgendes Ranking:

  • Bronze mit total 25 von 40 Punkten geht an: Kleiderladen
  • Silber mit total 26 von 40  Punkten geht an: Nüsse
  • Gold mit total 32 von 40 Punkten geht an: YouTube

Letztlich weiss ich auch nicht, ob dieser Vorgang der Gewichtung nach Argumenten in der Praxis tatsächlich angewandt wird. Mir jedoch zeigt er, dass mit allen Testobjekten durchaus eine Experience verbunden ist. Der klare Sieger ist, wie zu erwarten war: YouTube

Der Kommerzielle Erfolg ist bei YouTube auch der grösste. Diese Korrelation zwischen Experience und $$$ stimmt also auch überein.

 


Anmerkung: Die Interpretation basiert auf einer einfach zu handhabenden, eher groben Gewichtung. Diese Auswertung ist als Übung und Spielerei gedacht und die Ergebnisse sind mit der entsprechenden Lockerheit zu verstehen.


 

Als Basis für die Interpretation diente diese Auswertung der 6 Prozesse:

Visualisierung

 


Für weitere Angaben zum Test siehe die beiden Vorgänger-Beiträge: (1) (2)

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