4 Threads of Experience – Die Experience analysiert – 3 Beispiele

Wenn alles eine Experience sein kann, dann untersuche ich doch einfach mal ein paar verschiedene „Dinge“ auf ihre Experience hin.


1. Experience: edle Nussmischung

Die Experience einer edlen Tüte gemischter Nüsse, die ich als Geschenk bekommen habe.

  1. Senses (Sinneseindrücke)
    • Die Tüte sieht sehr besonders aus und hebt sich von anderen Nuss-Tüten ab.
    • Mit hören ist nicht viel, aber mit anfühlen. Das Material ist hochwertig und fühlt sich entsprechend gut an.
    • Die Nüsse sind knackig, schmecken intensiv und sind etwas versalzen für meinen Geschmack.
  2. Emotional
    • Die Tüte hat einen emotionalen Wert für mich. Sie ist ein Geschenk. Ich stelle eine Verbindung zu einer Person her.
    • Das Eichhörnchen auf der Packung ist ausgesprochen süss gezeichnet und dazu sieht alles nach modernem Bio-Design aus. Ich bin „entzückt“.
    • Das Verpackungsdesign ist praktisch (usable). Die Tüte hat einen super Frischeverschluss, steht von alleine auf dem Tisch und die Nüsse sind bereits geschält und gesalzen. Das „überrascht“ mich und macht mich „glücklich“.
  3. Compositional
    • Ich liebe Nüsse. Ich kann mich definitiv mit dem Produkt identifizieren.
  4. Spatio-temporal
    • In meinem Fall habe ich das Nuss-Säckchen zuhause und kann jederzeit davon knabbern wenn ich auch zuhause bin. Das über ein paar Tage, bis das Säckchen leer ist.

2. Experience: YouTube

Welche Experience erlebe ich mit YouTube?

  1. Senses (Sinneseindrücke)
    • riecht nicht, schmeckt nicht, kann man nicht anfassen
    • dafür starke visuelle und auditive Eindrücke
  2. Emotional
    • Videos sind stark emotional. Ich kann alle Videos und damit Emotionen aufrufen die ich will. YouTube ist „multi-emotional“.
  3. Compositional
    • Ob YouTube zu mir passt? Ja klar. YouTube passt zu jedem! Mit der unzähligen Auswahl an Videos kann jeder das auf YouTube anschauen, das zu ihm passt. Besser: Youtube passt sich dir an!
  4. Spatio-temporal
    • Was nach Raumschiff klingt heisst nichts weiter als dass ich YouTube jederzeit, überall wo es Internet gibt erleben kann. 24/7

3. Experience: Kleiderladen

Ein Kleiderladen. Kein bestimmter. Auf der Strasse, mit Schaufenster, Klamotten zum anfassen, echten BeraterInnen und einer Kasse die Tschi-Tsching macht.

  1. Senses
    • Von aussen sieht das Schaufenster vielleicht schick oder interessant aus.
    • Drinnen höre ich auf jeden Fall Musik und kann mich durch Stoffe fühlen/tasten. Zu sehen gibt es eine ganze Menge.
    • Riechen und schmecken: nein
  2. Emotional
    • Klamotten sind hoch emotionell.
    • Der Vorgang des Einkaufes und des Beraten-Werden ebenfalls.
  3. Compositional
    • Passt es zu mir? Wenn ich im richtigen Laden bin, ja.
  4. Spatio-temporal
    • Hier kommen die Einschränkungen zum Vorschein. Ich bin auf den Standort des Ladens begrenzt und muss mich dort hin bewegen wenn ich etwas haben will. Dazu muss das in einem vorgegebenen Zeitfenster, den Öffnungszeiten geschehen.

Quellen:
https://www.interaction-design.org/courses/human-computer-interaction?r=paul-1
https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-319-14304-0_2
https://www.nngroup.com/articles/usability-101-introduction-to-usability/

Ein Gedanke zu “4 Threads of Experience – Die Experience analysiert – 3 Beispiele

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