Umfragenvergleich – Teil IV

Noch eine Monster-Umfrage. Dieses Mal habe ich es bis zum Ende durchgezogen. Wieso bei dieser und nicht bei der gestrigen? Die Unterschiede sind subtil und erinnern an ein langes DJ-Set.

Die Umfrage bezieht sich auf eine Software die ich benutze und den damit verbundenen Service.

Der Verlauf:

  • Die Einladung zur Umfrage erfolgt per Email mit Hyperlink und Angaben zum geschätzten Zeitaufwand von 5 – 10min.
  • Die erste Frage lautet wieder einmal: „Würden Sie unser Produkt weiterempfehlen?“
  • Ich klicke mich durch 35 Fragen bis zum „Dankeschön für die Teilnahme“.

Wieso fülle ich diese Umfrage aus und die vorhergehende nicht, obwohl sie doch beide auf den ersten Blick sehr ähnlich wirken? Wieso nehme ich mir heute die Zeit für eine Umfrage, die ich mir gestern nicht genommen habe?

Punkte die dafür sprechen:

  • Die Umfrage kam rechtzeitig, der Support-Fall um den es geht ist mir noch präsent.
  • Ich finde die Software um die es geht sowieso toll und bewerte durchwegs positiv.
  • Ich kann den Fragen mehr abgewinnen als gestern. Die Fragen der gestrigen Umfrage habe ich als willkürlich, zusammengewürfelt und teilweise als sinnlos empfunden. Ich hatte mich öfters gefragt: wieso wollte Ihr das denn jetzt über mich wissen? Das war heute nicht der Fall.
  • Ich bin während dem Ausfüllen in einen Fluss gekommen der mich zur nächsten Frage vorangetrieben hat. Wie bei einem guten DJ-Set mit guten Tracks und Übergängen die das Publikum enthusiastisch auf der Tanzfläche hält. Viele DJ’s passen ihren Sound an die Reaktionen im Publikum an. Sie legen user-zentriert auf. Diese Umfrage war wie ein gutes DJ-Set.
  • Mehrere Fragen enthielten explizit den Begriff User Experience.
  • Vielleicht war ich heute einfach besserer Dinge.

Punkte die dagegen sprechen:

  • Der Umfang war an der oberen Grenze.
  • Das visuelle Design ist zwar funktionell, aber sicherlich kein Eye Candy.

Ein Punkt bei dem ich nicht sagen kann ob er hilfreich oder kontraproduktiv ist:

  • Der fehlende Fortschrittsbalken.
    Ich bin ja grundsätzlich ein Freund von Fortschrittsbalken: Beim Übertragen grosser Datenmengen, beim Anstehen, auf der Autobahn. Gestern konnte ich bald den Gesamtaufwand abschätzen und bei weniger als der Hälfte der Umfrage ist die Lust vergangen bis zum Ende dran zu bleiben. Heute hat diese Angabe gefehlt. Jede Seite der Umfrage hätte also die letzte sein können.
    Ich tendiere dazu zu sagen, dass in freiwilligen, zu langen Umfragen ein Fortschrittsbalken zum Aufgeben ermutigt.

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