UCD Alternativen – Teil II: Experience-Based Design

Die zweite Methodologie im Trio der UCD-Alternativen nimmt das Experience-Based Design (EBD) ein.

  1. Self-Centered oder Self-Focused Design
  2. Experience-Based Design (EBD)
  3. Activity-Oriented Design

 

Teil II: Experience-Based Design (EBD) oder auch in freier Übersetzung Erfahrungsschatzoriertiertes Design

„Experience“ heisst übersetzt ins Deutsche einerseits „Erlebnis“ als auch „Erfahrungsschatz“.

Im Experience-Based Design geht es um den Erfahrungsschatz der Designer. Angenommen ein Designerteam hat bereits anhand Nutzermeinungen ein Dutzend Registrierungsmodule für Websites gestaltet. Dann kann man davon ausgehen, dass der Erfahrungsschatz gross genug ist, um das dreizehnte Registrierungsmodul ohne Einbezug der Nutzer zu konzipieren. Indem das Designteam auf seinen eigenen Erfahrungsschatz setzt, stehen die Chancen ein qualitativ gleichwertiges Produkt mit erheblich weniger Aufwand zu erschaffen recht gut.

Experienced-Based Design ersetzt nicht das aufwendige User-Centered Design Prozedere; es baut auf die Erfahrung aus vorhergehenden, vergleichbaren UCD-Projekten auf.


Quellen:
http://www.interaction-design.org/courses/become-a-ux-designer-from-scratch

 

Als Ergänzung möchte ich anbringen, dass diese Beschreibung des Begriffes keineswegs endgültig ist.

So beschreibt das NHS Institute for Innovation and Improvement der Uni Warwick „Experience-Based Design“ als eine Methode sowohl den Erfahrungsschatz als auch die Erlebnisse und Meinungen aller an einem System Beteiligten Menschen in Verbesserungsprozessen (Improvements) mit einzubeziehen. Im Beispiel geht es um das „Erlebnis Krankenhaus“ aus Sicht von Patienten, Personal und Mitarbeitern. Mich erinnert dieser Ansatz stark an eine Business-Analyse.

Tedde van Gelderen versteht Experience als die Erlebnisse die Menschen in ihrer Umwelt oder Umfeld (Environment) erfahren: Fahren mit der Bahn, Einkaufen im Supermarkt, online surfen, die Interaktion mit Mitmenschen, sitzen im Kaffee und weiteres. „Experience Design“ heisst aus diesem Verständnis heraus, Produkte und Services so zu gestalten, dass sie zu einem Erlebnis werden. Im Prinzip spricht er in seinem Video über UX.


Quellen:

The edb approach – Guide and Tools, published by the NHS Institute for Innovation and Improvement, University of Warwick Campus

youtube: Tedde van Gelderen on Experience Design

Ein Gedanke zu “UCD Alternativen – Teil II: Experience-Based Design

  1. Pingback: UCD Alternativen – Teil III: Activity-Oriented Design | Paul into UX

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