Milena Rutz referiert in Zürich über User Research und das Vorgehensmodell iRAIV

Gestern angekündigt, heute zusammengefasst. Milena Rutz‘ Vortrag „Die Rolle der angewandten Psychologie in der Produktentwicklung am Beispiel von Apps with love“, in Zusammenarbeit mit UX-Schweiz – Last Thursday Talks. Der Saal in der ETHZ war voller als voll und der Abend mit gemeinsamem Pizza-Essen in der UX-Gruppe, ein tolles Erlebnis. Sorry, eine tolle Experience!

Milena Rutz ist bei „Play Forward – Human Centered Change“ die Ideenkomplizin. Was das heisst, erfahren wir im Laufe des Textes.

Play Forward

Play Forward ist spezialisiert darin, Unternehmen in ihren Change Prozessen unkonventionell zu beraten und zu unterstützen. Beispiele für Changes sind die Einführung von behindertengerechten Taxidiensten, die digitale Darstellung von Geo-Daten oder Anpassungen während der Entwicklungsphase einer Software.

In allen Fällen ist der Mensch Dreh- und Angelpunkt um den die Veränderung stattfindet. Nicht der Mensch soll sich dem neuen System oder Produkt anpassen, sondern die Neuerung passt sich der Firma und den Menschen an.

Um die Bedürfnisse dieser Menschen die mit Veränderung in Kontakt kommen zu erfahren, stellen Play Forward zu aller erst Fragen:

  • Warum? Was? Wozu? Wer? Wann? Wo? Welches? Wie oft? Ja/nein?

Erst anhand der Antworten wird die richtige Research Methodik aus der Psychologie gewählt. „Method Follows Question“ ist die Devise. Die Methodik kann tendenziell verhaltens- oder einstellungsorientiert, qualitativ oder quantitativ ausfallen.

Nicht nur die Aufgabe heisst Veränderung, auch die Lösung ist somit konstant anders. Es gibt keine Standardvorgehensweise, dafür viel Kreativität und Experimentierfreude.

Die Ergebnisse einer Umfrage können auch schon einmal dazu führen, dass eine Idee NICHT durchgeführt wird, wenn sie kontraproduktiv ist. User Research kann also durchaus präventiv wirken.

iRAIV

Besonders spannend wird es, wenn die Zusammenarbeit mit einer Firma stattfindet, die ohnehin bereits sehr auf das Nutzer-Erlebnis fokussiert und viele Ideen hat. So wie bei der Komplizenschaft mit der Berner Agentur für App Entwicklung, Apps with love. Milena Rutz, die Ideenkomplizin!

Play Forward übernehmen für Apps with love die umfassenden Research Aktivitäten. Dabei integrieren sie Recherche, Analyse, Ideation und Validierung in alle Entwicklungsphasen einer App. Die iRAIV Vorgehensweise findet in Kick-off Workshops, der Konzept-Entwicklung, dem Requirements Engineering oder Testing statt.

Jeder Schritt basiert auf Fragen die gestellt werden. Hier ein Ausschnitt:

  • In der Recherche Phase wird nach psychologischen Mechanismen gefragt die das Verhalten und Erleben der Nutzer erklären.
  • In der Analyse Phase wird nach den Anforderungen, Nutzer-Problemen oder der Interaktion mit dem Produkt gefragt. Hierbei geht es um Erkenntnisse zu den Usern in der Interaktion mit dem Testobjekt/Produkt.
  • In der Ideation Phase wird nach dem Zweck der App und wie man unterschiedliche Blickwinkel für die Entwicklung innovativer Konzepte nutzen kann. Hierbei geht es um Ideen und Inspiration.
  • In der Validierungsphase nach der Usability oder der effizienten Zielerreichung innerhalb der App. Hierbei geht es um User Feedback zum Testobjekt/Produkt.

Ein runder Abschluss des Abends

Ich freue mich bereits auf den nächsten Thursday Talk am 29.Juni und das leckere Essen beim Italiener.

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